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Integration mit Nadel und Faden

Geplant: Kreativgruppe in Langförden – Kennenlernen beim Begegnungsnachmittag

Kommenden Mittwoch (26. Oktober) lädt die Flüchtlingshilfe Langförden erneut zum Begegnungsnachmittag ins Pfarrheim der St.-Laurentius-Gemeinde (Pastor-Meistermann-Straße 2). Wie gewohnt geht es mit Hilfe der Neubürger aus Asien und Afrika ab 17 Uhr auf kulinarische Reise. Für Kinder gibt es wieder ein Mitmach-Angebot. Besonders ist dieses Mal aber ein kleines Programm vor allem für Frauen: ein Näh- und Handarbeitsangebot von Tina Taphorn und einer Gruppe Langfördener Frauen.
„Unser Ziel ist, eine Kreativgruppe für Flüchtlinge und Einheimische ins Leben zu rufen“, erzählt Tina Taphorn. Am Mittwoch soll es ein erstes Kennenlernen geben. Und ein erstes Ausprobieren: Die Gäste des Begegnungsnachmittags – natürlich auch die Männer – können Schalkragen nähen und Loom-Bänder knüpfen. „Wir hoffen, dass viele kommen und mitmachen – auch deutsche Mitbürger.“ Denn neben der kreativen Arbeit ist Tina Taphorn und ihren Mitstreiterinnen der Austausch wichtig.
Der Begegnungsnachmittag soll nur der Auftakt sein. Entstehen soll eine Art Nähcafé, ein Angebot, das es auch schon in anderen Gemeinden für Flüchtlinge gibt. „Ob wir uns aber zum Nähen, Stricken, Häkeln oder anderen Basteleien treffen, hängt von denen ab, die kommen“, sagt Taphorn und fügt an: „Wir sind da ganz offen.“ Fraglich ist auch noch, wann und wie oft man sich trifft. „Bevor wir ein Angebot an den Frauen vorbei organisieren, wollen wir sie erst mal kennen lernen.“
Tina Taphorn selbst ist seit 15 Jahren mit Nadeln, Stoffen und Fäden kreativ. „Meine Kinder haben mich damals ans Nähen gebracht. Seitdem bin ich mit viel Freude dabei. Wie meine Mitstreiterinnen auch habe ich mir alles selbst beigebracht.“ Nun möchte sie ihre Leidenschaft und Kenntnisse weitergeben an andere. Und auch von ihren Schülern lernen. Schließlich gebe es in anderen Kulturen ganz andere Fertigkeiten. Ihr Antrieb, sich zu engagieren: „Ich möchte, dass sich die Flüchtlinge wohl in unserem Ort fühlen.“
Die Mitstreiter der Flüchtlingshilfe freuen sich über das Engagement von Taphorns Team. „Wir haben schon häufiger über Nähcafés und ähnliches gesprochen, können das mit unseren Mitgliedern aber nicht auch noch stemmen. Klasse, wenn wir da Kooperationspartner finden. Gerade unsere Frauen können gut eine Beschäftigung gebrauchen, die ihnen Spaß macht und die Zeit vertreibt“, sagt Monika Meyer, die die Begegnungsnachmittag organisiert. Viele der Männer hätten ihren Fußball, einige bereits eine Arbeitsstelle und die Kinder die Schule und Freunde. Gerade für die Frauen, die viel Zuhause seien, sei die Integration schwer. Da wäre eine Kreativgruppe ein schöner Baustein. Monika Meyer: „Zur Integration braucht es aber nicht nur Flüchtlinge, sondern auch Einheimische. Deshalb nochmal die herzliche Einladung an alle kreativ Interessierten, am Mittwoch ins Pfarrheim zu kommen.“

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