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„Gestrandet“ im Pfarrheim

Am kommenden Donnerstag (24. November) lädt die Flüchtlingshilfe Langförden zum Filmabend ins Pfarrheim der St. Laurentius-Gemeinde (Pastor-Meistermann-Straße 2). Gezeigt wird „Gestrandet“, eine lebensnahe, eindringliche, interessante und immer wieder auch witzige Dokumentation über ostfriesische Flüchtlingshelfer  und ihre Schützlinge. Die Vorführung beginnt um 19 Uhr. Der Unkostenbeitrag beträgt 3 Euro. Willkommen sind auch alle interessierten Bürger, die nicht der Flüchtlingshilfe angehören.

Zum Inhalt: Das Jahr 2014 beginnt für die Bewohner von Strackholt mit einer ungewöhnlichen Nachricht: Eine kleine Gruppe eritreischer Flüchtlinge ist in dem 1500-Seelen-Dorf „gestrandet“. 20 km von Aurich, inmitten der ostfriesischen Leere, sollen die Neuankömmlinge den Ausgang ihres Asylverfahrens abwarten. Helmut, ein pensionierter Schuldirektor und Christiane, eine Journalistin nehmen sich der fünf Männer an. Mit Deutschunterricht, Ämtergängen und selbstgebackenem Kuchen versuchen sie, ihnen den Neuanfang in der fremden Umgebung zu erleichtern.

Die Flüchtlinge nehmen das Hilfsangebot mit großem Elan an. Doch mit jedem Tag treten neue Konflikte auf, denn die Mühlen der Behörden mahlen langsam und die tägliche Ungewissheit zehrt an den Nerven aller Beteiligten.

Die junge Regisseurin Lisei Caspers wurde 2007 beim Internationalen Filmfestival Hannover für ihren Dokumentarfilm „Grenzgebiet – Spiritual Healing” mit dem „Deutschen Nachwuchsfilmpreis” und einer Patenschaft durch dem Produzenten Peter Rommel (u.a. „Sommer vorm Balkon”, „Alphabet”) ausgezeichnet. Daraus entwickelte sich eine langjährige Zusammenarbeit, die nach „Fragments of Palestine” (2011) nun mit GESTRANDET fortgeführt wird.

Anfang 2014 erfährt Lisei Caspers, dass eine Gruppe eritreischer Flüchtlinge in der Nähe ihres Heimatdorfes untergebracht werden. Sie beschließt den Weg der Asylbewerber filmisch zu begleiten. Mit GESTRANDET ist ihr ein eindringlicher Film gelungen, der nicht nur die Nöte der Asylbewerber und die Sorgen der ehrenamtlichen Betreuer schildert, sondern auch zeigt, wie beide Seiten voneinander lernen und zu einem größeren Verständnis gelangen.

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