Schlagwort-Archive: syrische Flüchtlinge

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Die Syrer von der Abkantbank

Knake stellt drei Flüchtlinge ein – Vermittlung durch Flüchtlingshilfe Langförden

Ein leises Surren, ein leises Klirren, ein paar Gesprächsfetzen: In Halle 6 der Firma M. Knake geht es ruhig zu. Dass hier einer der großen Blechbearbeiter der Region dicken Stahl in Form biegt – zu hören, ist das jedenfalls nicht. Hinter einer Glasscheibe sitzt Fertigungsleiter Norbert Kohl, behält die Arbeit und die Kollegen im Blick. Vor allem die drei Neuen, die Syrer, die seit kurzem helfen, die vielen Aufträge rechtzeitig fertig zu stellen. Weiterlesen

Vortrag über jesidische Religion gut besucht

Ylias Yank und Theo Lampe reden auf Einladung der Flüchtlingshilfe Langförden

Die Haar-Taufe ist eine Besonderheit in der jesidischen Religion. Sie wird bei Knaben kurz nach der Geburt durchgeführt, wobei einige Haare dem Neugeborenen abgeschnitten werden. Da sich Mädchen nach alter Überlieferung nicht die Haare schneiden, findet diese Art der Taufe nur bei Jungen statt. Über diese und andere Rituale und Gepflogenheiten des jesidischen Glaubens berichtete kürzlich Ylias Yank vom Jesidischen Zentrum Oldenburg, der von der Flüchtlinghilfe Langförden eingeladen war, um Besonderheiten dieser weitgehend unbekannten Religion zu vermitteln.
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Ein Weihnachtsmärchen in Langförden

Familie Schecho lebt im Pfarrheim und hat vergangene Woche Zuwachs bekommen

Es klingt fast wie die Weihnachtsgeschichte: Ein Mann und seine hochschwangere Frau machen sich auf einen beschwerlichen Weg. Zu Fuß wandern sie Hunderte von Kilometern. Zu Essen gibt es wenig, manchmal tagelang gar nichts. Sie schlafen in Wäldern unter Bäumen, keine Dusche wochenlang. Dann kommen sie endlich an, finden Unterkunft. Pünktlich zu Weihnachten. Nicht in einem Stall. In einem Pfarrheim. In Langförden. Kurz darauf kommt das Baby.

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Gemüse für die Seele

Tomaten, Kartoffeln, Paprika und Co.: Dieses Gemüse soll unseren syrischen Flüchtlingen wenigstens ein bisschen Heimatgefühl nach Calveslage bringen. Zuhause haben sie in landwirtschaftlichen Betrieben auf den Feldern gearbeitet, in Deutschland fehlte ihnen die Gartenarbeit. Kurzerhand gruben die Mitglieder der Kolpingjugend gemeinsam mit den acht Syrern ein Rasenstück zum Acker um. Inzwischen sind einige Wochen vergangen. Die Arbeit hat sich doppelt gelohnt: Die Pflanzaktion brachte nicht nur Leben in den Alltag der Flüchtlinge, sie sorgte auch dafür, dass mittlerweile selbstgezogenes und -geerntetes Gemüse in den Kochtopf kommt.